Stadtteil Barmen

 

Unterbarmen

Als Barmen 1805 unter französischer Herrschaft die Stadtrechte erhielt, war es keine einheitliche Stadt, die auf einen Ursprungspunkt oder Siedlungskern zurückgeführt werden konnte, sondern es bestand aus mehreren Ortsgemeinden, die sich Gemarke, Wupperfeld, Wichlinghausen, Rittershausen, Heckinghausen und Unterbarmen nannten. Denn anders als in Elberfeld gab es in diesem Bereich Wuppertals zu keiner Zeit eine befestigte Anlage oder eine Burg, um die herum sich später eine Stadt hätte entwickeln können. So war Barmen damals lediglich eine Ansammlung verstreuter Kirchsiedlungen, Weiler und Einzelhöfe. Seine erste urkundliche Erwähnung lässt sich allerdings bereits auf das Jahr 1070 zurückdatieren, als das Wort „Barmon“ in einem Heberegister des Werdener Klosters auftaucht. Der unwesentliche Ort wurde 1245 vom Grafen Berg erworben und in der Mitte des 14. Jahrhunderts zum bergischen Amt Beyenburg geschlagen. Wichtig wurde das Bauernland erst durch das sogenannte „Garnnahrungsprivileg“, das den Wuppertalern das alleinige Recht zum Garnbleichen einbrachte und damit einem Gewerbezweig freie Bahn schaffte, der in darauffolgenden Jahrhunderten maßgeblich für den Aufschwung Barmens und Elberfelds verantwortlich war. Nach der Reformation wurde auf der Gemarke 1597 die erste Amtsschule errichtet, die gleichzeitig Gerichtshaus war. Es war das erste öffentliche Gebäude zwischen Elberfeld und Schwelm und lag gerechterweise so zentral, dass es von allen Barmer Gemeinden gleich gut zu erreichen war. Hierin dürfte wohl der Ursprung für Gemarke (heute Alter Markt) als das Zentrums Barmens zu finden sein. Der Name gründet sich auf die mittelalterliche Landwehrgrenze zwischen Berg (Elberfeld) und Mark (Schwelm), die Anfangs quer durch das spätere Barmen verlief. Im konfessionellen Bereich begannen die Barmer im 18. Jahrhundert selbständig zu werden. 1702 wurde den Oberbarmern Reformierten das Recht auf eine eigene Gemeinde zugestanden, 1744 den Wichlinghausern, 1771 den Wupperfelder Lutheranern und erst 1822 den Unterbarmern. Mit dem blühenden Gewerbe der Bleicher, Weber, Händler und Handwerker entwickelte sich Barmen, an dessen Verwaltungsspitze der Schultheiß von Beyenburg stand, zum wichtigsten Ort in diesem Amtsbezirk. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts begann dann die Industiealisierung. Es entstanden Färbereien, Stoffdruckereien und mannigfaltige Textilverarbeitungsfabriken. Die „Barmer Artikel“ in Form von Bändern, Spitzen, Kordel und Litzen erlangten weit über die Grenzen des Bergischen Landes hinaus Berühmtheit. Als die Franzosen bei ihrem Europafeldzug auch nach Wuppertal kamen, bewirkten sie 1806 mit der Munizipalverwaltung die Erhebung des weit über zehntausend Einwohner zählenden Barmens zur Stadt.

 

Friedrich – Engels – Allee

1811 erließ der Bürgermeister von Barmen einen Aufruf. Es ging um die Sammlung für das Anlegen einer großzügigen geraden Allee zwischen Mittelbarmen und Elberfeld. Die Sammlung wurde ein großer Erfolg und so konnte die bestehende aber unbefestigte Landstrasse verbreitert und mit einer Steindecke versehen werden. Entlang der Strasse wurden Linden gepflanzt. Ihr Name war schlicht und einfach „Allee“. Schnell entwickelte sie sich zur Hauptverkehrsader zwischen Barmen und Elberfeld und avancierte zur prächtigsten Strasse Wuppertals. In den dreißiger Jahren dieses Jahrhunderts entstanden sogar Pläne, die den Ausbau der Allee zur Aufmarschstrasse für das am Haspel geplante Gauforum vorsahen. Durch die Kriegsniederlage erübrigte sich diese Idee allerdings. In der Nachkriegszeit wurde der berühmte in Wuppertal geborene Kommunist und Weggefährte Karl Marx Namensgeber der Allee. Die Bedeutung der Friedrich-Engels-Allee als zentrale Strasse Unterbarmens ist nach wie vor unumstritten.

 

Haspel Häuser

Die beiden klassizistischen Doppelhäuser an der Allee sind um 1825 nach dem Ausbau dieser Talstrasse zur Chaussee entstanden. Ende der siebziger Jahre dieses Jahrhunderts wurden sie restauriert und enthalten heute das Stadtarchiv, das Kulturamt und die Liegnitzer Sammlung.

 

Unterbarmer Friedhof

Es gibt kaum eine Stadt in Deutschland, die so viele Friedhöfe aufweisen kann wie Wuppertal. Der Friedhof am Hesselnberg zählt zu den größten der insgesamt 51Begräbnisstätten der Stadt. Er gehörte der Vereinigte Evangelischen Gemeinde Unterbarmen, wurde 1822 eingeweiht und seitdem kontinuierlich erweitert. Viele große architektonisch bemerkenswerte Grabstätten, die von bedeutenden Persönlichkeiten für die Ewigkeit angelegt wurden, sind hier zu finden.

  

Polizeipräsidium

Im vierten Stock, ganz hinten, wohin kaum ein Mensch kommt, wohnt die Erinnerung, in Stein gehauen: „Gesetzt beim Richtfest am 15. Oktober 1937“. Zweieinviertel Jahre später wurde das Polizeipräsidium an der damaligen Adolf-Hitler-Straße bezogen und seiner Bestimmung übergeben. „Schönheit der Arbeit“, schrieb der NS-Polizeipräsident Hinkler damals in seinem Amtsblatt, „soll bei uns kein leerer Begriff sein. Sie gehört zu uns mehr, als mancher glaubt. Die neuen schönen und zweckmäßig ausgestatteten Arbeitsräume verpflichten“. Das Nazi-Symbol-das-Hakenkreuz unter dem Richtstein ist inzwischen verschwunden. Zwei wappenartige Gebilde und Sprüche, von Tradition und Deutschtum umrahmen die kahle Stelle, Bis zum Bau des „Hauses der tausend Zimmer“ war es ein langer Weg. Seit 1852, als die Verwaltung sämtlicher Polizeiangelegenheiten der Gemeinde Barmen und Elberfeld an die gemeinschaftliche Königliche Polizeidirektion übertragen wurde, war die Polizei jahrelang in Schulen, Baracken, Tanzsälen, Wirtschaften und sogar einer Kegelbahn untergebracht gewesen. Nach der Verstaatlichung der kommunalen Polizei richtete man im August 1922 das Polizeipräsidium Elberfeld-Barmen mit Sitz in Elberfeld ein. Kurz vor der Städtevereinigung bot Barmen dann das Grundstück an der Allee an. Im Mai 1936 begannen die Ausschachtungsarbeiten. Regierungsbaurat Schäfer plante und baute das riesige Polizeibehördenhaus mit 400 Dienst-, einigen hundert anderen Räumen und 74, für damalige Begriffe hochmodernen, Gefängniszellen. Es war der größte behördliche Neubau in Wuppertal nach dem 1. Weltkrieg. Vor Kriegsende sorgte die Gestapo dafür, daß die Zellen nicht leer blieben. Heute „beherbergen“ sie Betrunkene oder Festgenommene, die auf den Untersuchungsrichter warten. Ein paar Fensterscheiben mit dem Reichsadler im Treppenhaus erinnern noch an jene Zeit, Das Hakenkreuz ist überall sorgfälltig ausgemerzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde aus dem Polizeipräsidium vorübergehend das „Neue Rathaus“. Über dem Zimmer 200, steht „Royal Pioneer Corps – 6. DET. 43 P.C.L.U.“. Darunter das Regimentszeichen mit dem lateinischen Wort „Labor omnia vincit“ – Arbeit besiegt alle.

 

Unterbarmer Hauptkirche

Bis 1822 gehörten die Bürger der Ortsgemeinde Unterbarmen kirchlich zur Elberfelder Gemeinde. Dass sich die Unterbarmer in einer Abstimmung für die Einrichtung einer vereinigten evangelischen Gemeinde Unterbarmen aussprachen, und sich dann in erfolgreicher Weise selbständig machten, kann man als Vorraussetzung für das Zustandekommen der Barmer Einheit verstehen. Die große im byzantinischen Rundbogenstil errichtete Hauptkirche mit den zwei auffallenden Türmen wurde 1832 eingeweiht. Die Turmhauben waren vor dem Krieg wesentlich höher und spitzer als sie sich heute nach dem Wiederaufbau darstellen. In der Wartburgstrasse, nur einige Meter von der Unterbarmer Hauptkirche entfernt, steht die Köbner Kapelle der Baptistengemeinde. Sie erinnert mit ihrem Namen an Julius Köbner, der die Gemeinde 1852 gegründet hat. Heute trägt sie den Namen Eben – Eser Kapelle (Eben – Eser heißt „biblich“)

 

Konsumgenossenschaft

Die große Fabrikanlage jenseits der Hardt, die heute das Firmenschild der Gebr. Happich trägt, gehörte einst der Konsumgenossenschaft Wuppertal. Errichtet wurde der überdimensionale Gebäudekomplex in den Jahren 1928 bis 1931 von der genossenschaftlichen Bauhütte Elberfeld-Barmen. In dem markanten Turm am Haupteingang befand sich die Verwaltung. Seit 1978 werden auf dem Werksgelände Zubehörteile für Autos hergestellt.

 

Städtische Krankenanstalten Barmen

1841 wurde das erste städtische Krankenhaus der Stadt Barmen am Kleinen Werth mit 60 Betten eröffnet. Später erfolgten Vergrößerungen, 1885 der Abriss und ein dreistöckiger Neubau an gleicher Stelle. Als dann im April 1907 mit den Erdarbeiten für die „Städtischen Krankenanstalten Barmen“ auf dem Gelände des früheren Gutshofes in der Schönebeck an der Heusnerstrasse begonnen wurde, hatte die Stadtverwaltung durch umfangreiche Landankäufe Vorsorge getroffen, das für eine einmalig notwendig werdende Erweiterung der Anlage in späteren Jahren noch genügend Gelände zur Verfügung stand. Dabei eignete sich der Bauplatz am Rande des Schönebecker Busches hervorragend für einen Krankenhausbau. Zwar mussten 140.000 Kubikmeter Erde und Felsen bewegt werden, um die Fundamente legen zu können, doch konnten die Bauten großzügig im Pavillonsystem angelegt werden. Am 27. Juli 1911 konnte ein Krankenhaus mit 556 Betten eingeweiht werden. Zu Beginn des Jahrhunderts wurden alle Bauten der bergischen Bauweise angepasst und massiv aus Ziegelsteinen erbaut. Die Außenwände waren mit Muschelkalk verputzt, die Mansarden verschiefert und die Dächer mit rotem Falzziegel gedeckt. Für die Behandlung von Kindern hatte man nur in der äußeren Abteilung eine besondere Kinderstation mit 27 Betten eingerichtet. Hier wurden die Kinder behandelt, die sich einem chirurgischen Eingriff unterziehen mussten. 1923 schloss man das Kinderkrankenhaus, musste aber 1926 am Frauenpavillon einen Anbau errichten, um wieder Kinder aufnehmen zu können. Anfang der fünfziger Jahre entschied sich der Rat der Stadt Wuppertal für den Neubau der zentralen Kinderklinik in Barmen. 1956 konnte dann eines der ersten Hochhäuser in Wuppertal mit 200 Kinderkrankenbetten seiner Bestimmung übergeben werden. 1976 Umbenennung in „Klinikum der Stadt Wuppertal“. 1998 Neubau Haus 4 für Urologie und Kinderurologie sowie Klinik für Unfall- und Widerherstellungschirurgie. Am 1. Januar 2003 Übernahme des Klinikums durch HELIOS Klinikum GmbH Fulda, Umbenennung in „HELIOS Klinikum Wuppertal“.

 

Hohenstein

Am Loh erstreckt sich an einem steilen Hang ein schroffer, hoch emporragender Felsen, der vermutlich durch vulkanische Gewalt in der Vorzeit emporgetrieben wurde. Dieser einstmals so markante und beliebte Hohenstein, dem man heutzutage in seiner zugewucherten Form keinerlei Bedeutung mehr zumisst, galt im letzten Jahrhundert als ein wunderschöner Aussichtspunkt auf Barmen, der auf etlichen historischen Ansichtskarten festgehalten wurde. Nach der Auffassung einiger Forscher scheint der große Felsen vor sehr langer Zeit einmal eine heidnische Opferstätte gewesen zu sein, im Mittelalter galt er als Schreibpult des Teufels und manche Leute sehen in ihm aufgrund seiner Form ein versteinertes Brautpaar. Heute ist dieser sagenumwobene Ort fast unzugänglich und bitetet aufgrund der dichten Bäume und Häuser auch keinerlei Aussicht mehr.

 

Das Siedlungsgebiet Barmen

Als Barmen 1808 unter französischer Herrschaft die Stadtrechte erhielt, war es keine einheitliche Stadt, die auf einen Ursprungspunkt oder Siedlungskern zurückgeführt werden konnte, sondern es bestand aus mehreren Ortsgemeinden, die sich Gemarke, Wupperfeld, Wichlinghausen, Rittershausen, Heckinghausen und Unterbarmen nannten. Denn anders als in Elberfeld gab es in diesem Bereich Wuppertals zu keiner Zeit eine befestigte Anlage oder eine Burg, um die herum sich später eine Stadt entwickeln konnte. So war Barmen lediglich eine Ansammlung verstreuter Kirchsiedlungen, Weilern und Einzelhöfen. Seine erste urkundliche Erwähnung lässt sich allerdings bereits auf das Jahr 1070 zurückdatieren, als das Wort „Barmon“ in einem Heberegister des Werdener Klosters auftaucht. Der unwesentliche Ort wird 1245 vom Grafen von Berg erworben und in der Mitte des 14. Jahrhunderts zum bergischen Amt Beyenburg geschlagen. Wichtig wurde das Bauernland erst durch die sogenannte „Garnnahrung“, die den Wuppertalern das alleinige Recht zum Garnbleichen einbrachte und damit einem Gewerbezweig freie Bahn schaffte der in darauffolgenden Jahrhunderten maßgeblich für den Aufschwung Barmens und Elberfelds verantwortlich war. Nach der Reformation wurde auf der Gemarke 1597 die erste Amtsschule errichtet, die gleichzeitig Gerichtshaus war. Es war das erste öffentliche Gebäude zwischen Elberfeld und Schwelm und lag gerechterweise so zentral, dass es von allen Barmer Gemeinden gleich gut zu erreichen war. Hierin dürfte wohl auch der Ursprung für Gemarke (heute Alter Markt) als zukünftiges Zentrum Barmens zu finden sein. Der Name gründet sich auf die mittelalterliche Landwehrgrenze zwischen Berg (Elberfeld) und Mark (Schwelm), die quer durch Barmen verlief. Im konfessionellen Bereich begannen die Barmer dann im 18. Jahrhundert selbständig zu werden. 1702 wurde den Oberbarmer Reformierten das Recht auf eine eigene Gemeinde zugestanden, 1744 den Wichlinhausern, 1771 den Wupperfelder Lutheranern und erst 1822 den Unterbarmern. Mit dem blühenden Gewerbe der Bleicher, Weber, Händler und Handwerker entwickelte sich Barmen, an dessen oberster Verwaltungspitze nach wie vor der Schultheiß von Beyenburg stand, zum wichtigsten Ort in diesem Amtsbezirk. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts begann dann die Industriealisierung. Es entstanden Färbereien, Stoffdruckereien und mannigfaltige Textilverarbeitungsfabriken, und die „Barmer Artikel“ in Form von Bänder, Spitzen, Kordel und Litzen erlangen weit über die Grenzen des Bergischen Landes hinaus Berühmtheit. Als die Franzosen bei ihrem Europafeldzug auch nach Wuppertal kamen, brachten sie 1806 die Munizipalverwaltung mit, welche für das weit über zehntausend Einwohner zählende Barmen die Erhebung zur Stadt bedeutete.

 

Die Strassen Barmens

Vergleicht man einmal die Strassenzüge von Elberfeld und Barmen miteinander, so fällt auf, dass die Strassen im Ostteil der Großstadt gerader und regelmäßiger sind, als die von Elberfeld. Das ist aber nicht nur auf die Kriegszerstörung zurückzuführen, sondern hat auch mit der Geschichte beider Stadtteile zu tun. Die Strassenführung von Elberfelds Innenstadt orientiert sich auch heute noch an dem willkürlichen Verlauf der ehemaligen Burganlage, während sich die Wege außerhalb des Tals in ebenso willkürlicher Weise an die bergige Oberfläche angepasst haben. Die langen Barmer Strassen waren dagegen von vorn herein systematisch als Entwicklungslinien angelegt worden. Zwar haben der Wupperlauf und die Hügelketten der Stadt auch hier ihre Gestalt aufgedrückt, doch dominiert von Unter- bis Oberbarmen das Prinzip der rechtwinkligen Strassenführung, so dass man sich an die Wegeanlagen von Residenzstädten erinnert fühlt. Eine solche ist Barmen natürlich nie gewesen.

 

Barmens Stadtbild

Wenn man von den Höhen auf den Stadtteil Barmen herabblickt, gewinnt man zwar eine nicht minder vollständige Sicht auf das Tal wie man es von Elberfeld gewohnt ist, doch dürfte man sich etwas enttäuscht vorkommen, an der Tatsache, dass man in Barmen absolut keine berühmten Orientierungspunkte finden kann. Während Elberfeld mit seinen vielen Kirchtürmen, dem Rathausturm, den gut abgehobenen Großbauten und den wohl strukturierten Nordstadthäusern oder dem Universitätskomplex zusammen mit den vielen kleinen Details von allen Seiten ein hervorragendes Panorama abgibt, herrscht in Barmen ein gesichtsloses, plattes Häusermeer. Außer der Unterbarmer Hauptkirche verschwinden nämlich sämtliche Barmer Gotteshäuser mit ihren kleinen unauffälligen Türmen zwischen den Fronten der angrenzenden Wohn- und Geschäftsbauten.

 

Adlerbrücke

Die Schwebebahnstation gegenüber dem Engelsgarten hat ihren Namen von der Brücke, die vor ihr über die Wupper führt. Die Zinnen ihrer Eckpfeiler waren einst mit Adlern aus Gusseisen gekrönt. Von der Adlerbrücke fährt die Schwebebahn rechts an der verbreiterten Friedrich-Engels-Allee und links an einem begrünten Wupperufer entlang zum Alten Markt.

 

Engelshaus

Das linke der beiden verschieferten bergischen Patrizierhäuser in der Engelsstrasse wurde vom Großvater Friedrich Engels 1775 erbaut und ist seit 1970 Museum. Das Geburtshaus des berühmten Kommunisten bildet heute zusammen mit dem Gebäude der ehemaligen Firma Kannegießer das Historische Zentrum. Es wurde 1961 von der Stadt Wuppertal erworben und ist zum 150. Geburtstag von Friedrich Engels eine ständige Ausstellung über sein Leben und Schaffen geworden. Darüber hinaus beherbergt das Gebäude ebenso eine Forschungsstelle zum Sozialismus sowie zur Stadtgeschichte. Aber nicht nur an ihn wird hier erinnert, sondern auch an andere Wuppertaler Persönlichkeiten, die in das Geschichtsbuch eingegangen sind. Einen weiteren Teil des Historischen Zentrums stellt das Museum für Frühindustriealisierung dar. Es ist in dem alten Werksgebäude untergebracht, das der Familie Engels als Bänder- und Litzenfabrik gedient hat und später in den Besitz der Großrösterei Kannegießer übergegangen ist. Hier wird die wirtschaftliche, industrielle und soziale Entwicklung der Stadt im 18. und 19. Jahrhundert dokumentiert. Vor den Häusern befindet sich der blumenreiche Engelsgarten, der bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine Garnbleicherwiese war.

 

Engels – Monument

Als das „Denkmal für den Engelsgarten“ endlich aufgestellt und eingeweiht war, da lag auch schon Dokumentation über den mühevollen Werdegang des Engels-Denkmals auf dem Tisch. Das starke Werk, zusammengestellt von dem Wuppertaler Journalisten und Galeristen Enno Hungerland, zierte auf der Rückseite eine Röntgenaufnahme: des Künstlers Rückgrat, ruiniert bei der Arbeit an dem Denkmal aus schneeweißem Marmor. Der Wiener Alfred Hrdlicka, dessen Name der ehemalige Wuppertaler Oberbürgermeister Gottfried Gurland auch bei der Einweihung vor 1.000 Zuschauern noch nicht richtig aussprechen konnte, hat sich immer dagegen gewehrt, daß die Statue als sein Lebenswerk bezeichnet wurde. Solange der Mann noch lebt und von ungebrochener Schaffenskraft ist, erscheinen solche Einstufungen vorschnell, doch gehört die Wuppertaler Plastik gewiß zu seinen herausragenden Werken. Berühmt wurde die Arbeit jedoch durch den Rummel, der schon entstand, bevor Hrdlicka den ersten Schlag getan hatte, und der von Journalisten und Leserbriefschreibern mit Hingabe gepflegt wurde. Schuld an der Publizitätswelle waren wieder einmal die Politiker (obwohl die natürlich sagen, daß der Künstler mit seinen finanziellen Nachvorderungen Schuld war) und die Marmorlieferanten im italienischen Carrara. Denn eigentlich war ein anderes Denkmal für den Engelsgarten geplant. Erste Skizzen aus dem Jahre 1976 zeigen ein aufgeklapptes Buch, aus dem Figuren hervorquellen: angeregt von dem Engels Wort „Die Metamorphose des Geschriebenen“. Eine Düsseldorfer Galerie, von der Stadt als Vermittler eingeschaltet, schloß mit Hrdlicka einen Vertrag über 130.000 Mark ab. Im Jahr darauf passierte der Katastrophe erster Teil: Um Zeit zu sparen, läßt er den Carrara ausgesuchten Marmorblock vorbearbeiten. Das mißlingt so gründlich, daß der Block unbrauchbar wird. Zum Retter in der Not wird ein bei anderer Gelegenheit bestellter Marmorblock, der kurz danach in Hrdlickas Wiener Atelier angeliefert wird.. Wie besessen von der neuen Idee, „mit dem seltsamen Trick der Unklarheit die Masse auf engem Raum“ darzustellen, macht sich Hrdlicka an die Arbeit an seinem Rundherum-Denkmal; armtiefe Löcher treibt er in das Gestein, zeitweise bis zu den Knöcheln in Schutt stehend und sich nebenher mit den Zerstörern in Carrara, der Düsseldorfer Galerie und den Wuppertaler Verantwortlichen streitend. Letzte haben nämlich erst aus Zeitungsveröffentlichungen erfahren, daß der Künstler mittlerweile an einem anderen Werk arbeitet. Hatte es schon beim Grundsatzbeschluß im Oktober 1976 heftige Auseinandersetzungen im Stadtrat gegeben, wird ab 1978 die Diskussion immer emotionaler. Die CDU, die von Anfang an eine kommunistische Wallfahrtsstätte im Engelsgarten befürchtete, versuchte bis zum letzten Moment, das Denkmal zu verhindern. Ein übriges taten Hrdlickas Nachforderungen. Seine Idee, das Engels-Wort „Ihr habt nichts zu verlieren als eure Ketten“ Bildnis werden zu lassen, ist nicht nur noch ambitioniert, sondern einfach auch arbeitsaufwendiger. Kunstexperten sind sich heute einig, daß die zuerst vereinbarten 130.000 Mark für das Denkmal, das jetzt in Wuppertal steht, schlicht ein Witz gewesen wären. Da Hrdlicka nun einmal Künstler und kein Verhandlungsgenie ist, bedachte er nicht, daß seine häppchenweise vorgebrachten Forderungen dem ideologischen Unmut auch noch eine materielle Dimension verschaffen mußten. Zwischendurch war Hrdlicka über das vielfältige Echo aus dem Bergischen Land so verärgert, daß er androhte, einen unbearbeiteten Block abzuliefern und diesen zum Kunstwerk an sich zu erklären. Zumal zahlungswillige Abnehmer für seine kettenhemdsprengenden Arbeiten mehrfach an die Ateliertüre klopften... 300.000 Mark, abzustottert in drei Raten, hat Hrdlicka schließlich für sein „Lebenswerk“ bekommen. Doch ehe es soweit war, gab es noch am 24. Februar 1981 eine Kampfabstimmung im Stadtrat, die von der Pro-Denkmal-Fraktion der Sozialdemokraten mit 32 zu 31 Stimmen bei zwei Enthaltungen denkbar knapp gewonnen wurde. Bei der Einweihung des Monuments, sprach Ministerpräsident Johannes Rau einen Satz, der einen gewissen Schlußpunkt der leidigen Diskussion darstellte: „Dieses Denkmal gehört an diesenPlatz“.

 

Opernhaus

Zwischen Engelshaus und Barmer Bahnhof findet man das imposante Gebäude des Wuppertaler Opernhauses. Es wurde im Jahre 1905 als neues Barmer Stadtheater im Jugendstil errichtet. Es war allerdings nicht das erste Stadttheater in Barmen. Nachdem sie lange Zeit stets zu Elberfelder Aufführung gefahren sind, bauten die Barmer 1874 ihr eigenes Schauspielhaus, was allerdings genau ein Jahr nach der Eröffnung durch eine unzulängliche Heizungseinrichtung vollkommen niederbrante. Nachdem es mühevoll wiederaufgebaut wurde, fiel der klassizistische Bau erneut den Flammen zum Opfer. Danach entstand ein gänzlich neues Gebäude, welches aber im Zweiten Weltkrieg von den Bombenangriffen nicht verschont blieb. Bemerkenswert ist, dass der Bau nach der fast vollständig Zerstörung nicht wieder in seiner ursprünglichen Gestalt, sondern von 1954 bis 1956 als Opernhaus in einer sehr vereinfachten und kostengünstigeren Form neu errichtet wurde. Die Umrisse sind allerdings identisch geblieben. In einem Jahr werden in diesem Gebäude fast 200 Bühnenstücke aufgeführt.

 

Barmer Bahnhof

Das jetzige Empfangsgebäude des Barmer Bahnhofs wurde von 1912 bis 1914 aus fränkischem Muschelkalk errichtet. Nach der Kriegszerstörung ist der Bahnhof nur zum Teil wieder aufgebaut worden, so dass er heute durch Fehlen des östlichen Portikus und der damit verbundenen Asymetrie etwas verkümmert ausschaut. Der Bau ist Nachfolger des ersten Stationsgebäudes, das hier bereits 1849 in klassizistischer Bauweise als Mittelbarmer Bahnhof entstand. Genutzt wird die kleine Station heute lediglich als Haltepunkt für    S- Bahn und Nahverkehrszüge.

 

Barmer Bankverein

Das 1873 errichtet Gebäude der ehemaligen Zentrale des Barmer Bankvereins, das dem Gebäude der Bahndirektion am Döppersberg sehr ähnlich sah, erhielt im Jahre 1909 einen Anbau, der nach dem alliierten Bombenangriff 1943 als einziges Gebäude dieser Umgebung weitgehend unzerstört geblieben ist. Er wird heute von der Commerzbank genutzt, die im Jahre 1932 mit dem Barmer Bankverein fusionierte.

 

Alter Markt

Kaum ein anderer Ort hat sich im Vergleich zur Vorkriegszeit so sehr verändert wie der Alte Markt. Da alle Gebäude rund um den Platz bis auf die Grundmauern zerstört waren und abgetragen werden mussten, konnten die Stadtplaner der sechziger Jahre auf dem daher brach liegenden Gelände ihre Vorstellungen einer autogerechten Strassenkreuzung verwirklichen. Die schöne im Jugenstil erbaute Schwebahnstation Rathausbrücke, die Jahre zuvor notdürftig aufgebaut worden war und die man durchaus wieder in ihren alten Zustand hätte versetzten können, fiel der riesigen Strassenkreuzung zum Opfer. Statt dessen erhielten die Barmer als neue Hauptzugangsstation zur Schwebebahn einen kastenförmigen Zweckbau aus Glas und Stahl. Immerhin wird das Schönheitsideal der sechsziger Jahre durch seine hochragenden Pylonen zum Blickfang. Die beiden 38 Meter hohen H – förmigen Pylone tragen die Seile, an denen die Brückenkonstruktion und der in das Gesamtwerk integrierte Bahnhof Alter Markt aufgehängt ist. Die gewaltige Schwebebahnbrücke, die im Jahre 1967 während des verkehrsgerechten Umbaus des Alten Marktes anstelle des herkömmlichen Schwebebahngerüstes errichtet wurde, überspannt den Verkehrsknotenpunkt in einer Länge von über hundertzwanzig Metern. Das Gewicht des augenscheinlichen Neubaus beträgt 1650 Tonnen. Auf der Stelle, an der einst der eigentliche Alte Markt als historischer Mittelpunkt Barmen zu finden war, erstreckt sich heute in einem schmucklosen Nachkriegsgebäude der Kaufhof. Von diesem Ort, der damals den Namen Gemarke trug, ist die Entwicklung des Barmer Zentrums ausgegangen. Hier stand 1597 das erste öffentliche Gebäude aller Barmer Siedlungen. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde der Ausbau des Fleckens Gemarke durch Johann Wilhelm II. den Herzog von Berg, in der Weise forciert, dass er all denen, die seine Pläne tatkräftig unterstützten, Steuerfreiheit bescheinigte. Es entwickelte sich hier ein blühendes Schaffen und Walten und aus dem Flecken erwuchs das Zentrum einer Großstadt.

 

St. Antonius

Die etwas seltsam anmutende rote Kirche am unteren Ende des Steinweges hat in ihrer Geschichte viele Um- und Neubauten über sich ergehen lassen müssen. Die erste Antoniuskirche entstand bereits 1708 am Alten Markt, wurde dann im nächsten Jahrhundert zu klein, so dass sie 1826 verkauft und in ein Wohnhaus umgewandelt wurde. Die katholische Pfarrgemeinde bekam ein neues klassizistische Gotteshaus, welches 1826 eingeweiht worden ist. Es dauerte aber nicht lange, bis dass auch dieses Gebäude, dessen Architektur bei den Gemeindemitgliedern ohnehin auf Missbelieben gestoßen war, durch die gravierende Bevölkerungszunahme nicht mehr genügen Raum bot. Bald entschloss man sich zu einer akzeptablen Lösung: 1867 bis 1869 wurde die Kirche in einen neugotischen Stil umgebaut und erhielt einen weiteren Querbau, der von 1880 bis 1883 durch einen Turm ergänzt wurde. Nach der Kriegszerstörung wurde der Turm in den Jahren 1955 und 1956 bis auf die beiden Untergeschosse abgetragen und anschließend im Stil westfälicher Romantik wieder Aufgebaut. Das Kirchenschiff bekam 1973 seine jetzige Form, in der es Gottesdienstbesuchern auf 600 Sitzen Platz bietet.

 

Eisenbahnviadukt

Die Eisenbahnüberführung über dem Steinweg ist das größte und beachtenswerteste von etlichen Viadukten der Wuppertaler Nordbahn. Nur wenige hundert Meter westlich und östlich der Eisenbahnbrücke lagen bis zur Stillegung zwei Stationen: der Haltepunkt Rott und der Bahnhof Heubruch, der sich in unmittelbarer Nähe des Rathauses befand und einen günstigen Bahnanschluss an die Barmer Innenstadt darstellte.

 

Barmer Schlachthof

Der schönste Schlachthof von ganz Deutschland – wie eine Burg von allen Seiten zu sehen. So pries Oberbürgermeister Wegner überschwenglich den Barmer Schlachthof bei seiner Eröffnung am 29. Januar 1894. Wo am Carnaper Platz heute die Hauptverwaltung der Stadtwerke steht, wurden von 1894 bis 1942 Schweine und Rinder zerlegt. Eine Bestimmung der Reichsregierung von 1934, nach der in der inzwischen geeinten Stadt Wuppertal nicht zwei konkurrierende Schlachttiermärkte stattfinden durften, besiegelte das Ende des Barmer Schlachthofes. Zunächst gingen die Barmer Tier-Agenten zum Elberfelder Schlachthof. Das Schlachten in Barmen lohnte deshalb bald nicht mehr. 1937 wurde die Stillegung beschlossen, und nach dem Bau einer zusätzlichen Kühlhalle für die Elberfelder Einrichtung schlossen sich beim Schlachthof Schützenstraße am 1. Januar 1942 die Türen. Beim Bombenangriff auf Barmen im Jahr 1943 wurde das Gebäude schwer beschädigt, 1949 zogen die Stadtwerke dort ein.

  

Gemarker Kirche

Eine ähnliche Geschichte wie die der Antoniuskirche weist das Gotteshaus der Reformierten Gemeinde Gemarke auf. Die gleichen Gründe, die die katholischen Nachbarn zum Umbau ihrer Kirche bewegten, zwangen die Reformierten dazu, die von 1710 bis 1714 erbaute erste Gemarker Kirche abzutragen und auf ihrem Fundament 1888 bis 1890 die neue Gemarker Kirche zu errichten. Auch sie wurde im Bombenhagel zerstört und in der Nachkriegszeit in teilweise veränderter Form wieder aufgebaut. Erwähnenswert im zusammenhang mit diesem Gotteshaus ist, dass hier die erste Bekenntnissynode auf Reichsebene stattfand.

 

Barmer Rathaus

Grundsteinlegung im Mai 1908, Baubeginn im August 1913, schließlich die Einweihung am 23. April 1921. Das „neue“ Barmer Rathaus hatte eine lange Vorgeschichte. Zur Jahrhundertfeier der Stadt Barmen hatte der Kronprinz höchstpersönlich die Grundsteinlegung vorgenommen. Bis April 1914 war dann der Kassentrakt vollendet, der dann im Krieg als Lazarett diente. Sieben Jahre und elf Monate nach Baubeginn wurde das (mittlerweile sechste) Barmer Rathaus, obwohl noch nicht ganz fertiggestellt, ohne jeden Prunk eingeweiht. 20 300 000 Mark hatte das Bauwerk verschlungen, schon damals war die Erweiterung um einen 18 Stockwerke hohen Wolkenkratzer geplant. Über der Eingangstür des Sitzungssaales waren die vergoldeten Buchstaben „S.P.Q.B.“ für „senatus populusque barmensis“, Senat und Volksvertretung von Barmen, angebracht, schnell hatte der Volksmund respektlos umgedichtet in „Sämtliche Parteien quatschen Blech“. Das Barmer Rathaus wurde später durch den Barmer Angriff schwer getroffen. 1958 erklärte man es offiziell zum Wuppertaler Rathaus.

 

Barmer Rathaus Geschichte

Den Grundstein für das „neue“ Rathaus legte Kronprinz Friedrich Wilhelm 1908 – im Rahmen der Feierlichkeiten aus Anlaß des 100jährigen Jubiläums der Verleihung der Stadtrechte an Barmen. Der schloßartige Monumentalbau mit Säulenportikus und breiter Freitreppe wurde von 1913 bis 1923 nach Plänen des Darmstädter Baumeisters Karl Roth errichtet. Der ursprüngliche Plan von Roth sah vor, unmittelbar hinter dem beherrschenden Mittelbau mit der prachtvollen Säulenfront ein Hochhaus mit 18 Stockwerken zu bauen. Doch die Stadt Barmen verzichtete nicht zuletzt aus Kostengründen auf den Bau des 110 Meter hohen Verwaltungsturms. Die Freitreppe wird von zwei sitzenden Frauengestalten flankiert, die nach Plänen des Schweriner Bildhauers Richard Guhr (1873 – 1956) geschaffen wurden: die „Rhenania“, die Barmens Zugehörigkeit zur preußischen Rheinprovinz symbolisiert, und die „Barmenia“ für die Stadt Barmen. Der Gebäudekomplex war bis zur Städtevereinigung 1929 das Rathaus der Stadt Barmen. Nach Besetzung von Teilen des Rheinlandes 1923 durch Frankreich tagte der Rheinische Provinziallandtag (heute Landschaftsversammlung Rheinland) vorrübergehend im Rathaus (Barmen blieb unbesetzt). 1943 wurde das Rathaus bei dem schweren Luftangriff auf Barmen weitgehend zerstört. Rund 2.000 im Luftschutzkeller des Rathauses eingeschlossene Menschen wurden in einer dramatischen Rettungsaktion vor dem drohenden Erstickungstod bewahrt. Im nur leicht zerstörten Westflügel hatte in den ersten Nachkriegsmonaten neben Teilen der Stadtverwaltung auch die britische Militärregierung ihren Sitz. Ende 1945 zog die Besatzungsmacht mit den städtischen Diensstellen in das Polizeipräsidium an der Friedrich-Engels-Allee, das sogenannte Neue Rathaus, um. Der vollständige Wiederaufbau des Rathauses dauerte von 1948 bis 1959. Seitdem wieder Sitz von Rat und Verwaltung. Umfangreiche Sanierungsarbeiten im Bereich der Technik, der Rückbau ehemaliger Besucher- und Aufenthaltsbereiche und eine komplette Renovierung aller Öffentlichkeitsbereiche lassen 1999 das Rathaus wieder in frischem Glanz und teilweise historischer Beleuchtung erstrahlen.  Der Rathausanbau wurde 1981 fertiggestellt und dient überwiegend der Verwaltung.

Rathausplatz

Die 8 überlebensgroßen Skulpturen auf dem Dach des Mittelbaus des Rathauses, ebenfalls Entwürfe von Guhr, sollen die Aufgaben der Komune sybolisieren: · Wohlfahrtspflege · Allgemeine Verwaltung · Tiefbau · Rechtspflege · Hochbau · Gesundheitspflege · Finanzwesen · Schulverwaltung.  Nach dem Zweiten Weltkrieg mußten die beschädigten Figuren zunächst entfernt werden. Die Restaurierungsarbeiten dauerten von 1953 bis 1957. Danach konnten die Figuren wieder an ihren alten Standort zurückkehren. Der 50x 60 Meter große ehemalige Ehrenhof zwischen der 18 Meter hohen prächtigen Säulenfront mit Freitreppe und dem Werth, der traditionellen Barmer Einkaufsmeile, wird von zwei Fahnenmasten beherrscht. Die bronzene Sockelfiguren sind Arbeiten des Bildhauers Paul Wynand (1879-1956). Ebenfalls von Wynand stammen die Bronzefiguren der beiden Kandelaber. Die Kandelaber waren ursprünglich Lichtmasten, die von 1927 bis 1963 ihren Standort auf dem Alten Markt hatten. Nach der Umgestaltung des Marktes,  fanden die Leuchter 1969 ihren Platz vor dem Rathaus. Dahinter im Werth, unmittelbar vor der Lindenstraße, seit 1990 eine in den Boden eingelassene Wappenplatte mit dem Wappen der Stadt Wuppertal und den Wappen der acht Wuppertaler Partnerstädte. Auf dem Rathausplatz steht seit 1981 der Brunnen „Das Tal der Wupper“ mit der in den Boden eingelassenen Steintafel: „Das Tal der Wupper“ Die Bildreliefs weisen auf historische Ereignisse der Stadtgeschichte hin. Bildhauer Bert Gerresheim. Den Bürgern der Stadt aus Anlaß des 50jährigen Stadtjubiläums 1979, gestiftet 1981 von Vorwerk & Co. Das Werk des Bildhauers Bert Gerresheim (geb. 1935) stellt die Geschichte der Stadt von den Anfängen im 10. und 11. Jahrhundet bis zur Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg reliefartig dar. Die politischen und sozialen Konflikte im 19. Jahrhundert sowie das Dritte Reich und seine Folgen für die Stadt hat der Künstler nicht berücksichtigt. Insgesamt modellierte Gerresheim für die 26 Reliefdarstellungen – teils vom Wasser überrieselt, teils aus den tuchartigen Faltungen unter Wasser hervortretend – über 700 bronzene Einzelfiguren. Nicht weit vom Brunnen entfernt über dem Rathauseingang am Heubruch schuf Wynand die weibliche Bronzefigur mit Spindel. Die ursprünglich vergoldete Figur symbolisiert die Barmer Textilindustrie.

 

Haus Concordia

Am Werth gegenüber vom Rathaus befindet sich das 1889 fertiggestellte Gesellschaftshaus Concordia. Das repräsentative Gebäude mit der schmuckvoll verzierten Fassade fällt vor allem durch seine großen Säulengestalten über dem kunstvollen Portal auf, die einen schmiedeeisernen Balkon tragen. Während man im Untergeschoss der Frontseite bei einem Gemäldehändler stöbern kann, liegt am Ende der Schuchardstrasse der Eingang zum FITA –Palast, in dem einst Kinos untergebracht waren.

 

Stadtbad Kleine Flurstrasse

Als die ehemalige Barmer Badeanstalt in der Kleinen Flurstrasse 1882 eröffnet wurde, galt sie als sechstes öffentliche Hallenbad Deutschlands. Damals hatte sie getrennte Herren- und Damenbecken. Heute ist aus dem Gebäude nach umfangreichen Umbauten ein Restaurant mit Namen „Brauhaus“ geworden.

 

Ruhmeshalle

Im Dreikaiserjahr 1888 wurde von den Barmer Stadtverordneten die Schaffung eines Denkmals in Gestalt einer Ruhmeshalle zu Ehren des deutschen Kaisers Wilhelm I. beschlossen. Diese Halle sollte in ihren Räumlichkeiten sowohl an die ersten beiden  Kaiser des deutschen Reiches, Wilhelm I. (1861 – 1888) und Friedrich III. (1888) erinnern, als auch als Ort für Geschichte und Kunst verstanden werden. Bis zum Jahrhundertwechsel wurde dann an dem großartigen Monument im klassizistischen Stil gebaut, bis es dann am 24. Oktober 1900 mit einem riesigen Zeremoniell vom deutschen Kaiserpaar höchstpersönlich eingeweiht werden konnte. Seit seiner Entstehung befindet sich hier die Barmer Stadtbibliothek. Damals boten die Räumlichkeiten des Baus Platz für die Sammlung des Bergischen Geschichtsvereins und für die Gemäldesammlung des Kunstvereins. Als Haus der Jugend beherbergt der Bau heute Jugendeinrichtungen, sowie Ausstellungssäle für Wechselausstellungen. Die ursprünglich große Dachkuppel wurde im letzten Krieg zerstört.

 

Werth

Im Niederdeutschen bedeutet Werth „Landstück am Fluss.“ Für die Hauptfußgängerzone in der Barmer Innenstadt ist dies natürlich eine recht vage Bezeichnung, zumal die Strasse allenfalls in der Nähe, aber nicht unmittelbar an der Wupper liegt. Eine allzu lange Tradition weist der Werth allerdings nicht auf. Denn eine befestigte Strasse gab es hier noch nicht einmal zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Erst nach Gründung der katholischen und reformierten Gemeinde entstanden in Gemarke, dem Mittelpunkt Barmens, immer mehr neue Strassen, zu denen später der großzügig angelegte Werth gehörte.

 

An der Werther Brücke

Die 1984 nach alten Zeichnungen originalgetreu rekonstruktierte Schwebebahnstation am östlichen Ende des Werths gilt als schönste der 19 Haltepunkte. Sie stammt wie die meisten Stationen der Barmer Strecke aus dem Jahre 1903, als der letzte Teil der Schwebebahn von Elberfeld bis Oberbarmen fertiggestellt wurde. Mit dem kugelförmigen Brunnen an jener Stelle hat es eine besondere Bewandtnis. Seine Kugel ist Ausgangspunkt des Wuppertaler Astropfades, der die größten Wandelsterne der Sonne in ihren richtigen Abständen zueinander aufs Straßenpflaster der Stadt projiziert hat. Das Sternensystem ist im Maßstab 1:55238*108 in Form von runden Metallplatten angelegt, auf denen Namen des jeweiligen Planeten, sein Durchmesser, der Bahnradius, seine Umlaufzeit und die Entfernung zur Sonne zu lesen sind. Die Sonne selbst ist durch die Brunnenkugel dargestellt, ihre nächsten Planeten Merkur, Venus, Erde und Mars befinden sich ebenfalls noch auf dem Werth, wohingegen der entfernteste Planet Pluto seinen Platz vor dem Eingang der Schwebebahnendstation in Vohwinkel hat.

 

Barmer Südhänge

Die Geschichte der Barmer Südhänge am Heidt gehört sicherlich zu den tragischreichsten Kapiteln im Wuppertaler Geschichtsbuch, denn kaum ein anderes Gebiet hat durch die Zerstörung im Krieg und in der Nachkriegszeit so viel verloren wie der Süden dieses Stadteils. Galten die Barmer Anlagen mit all ihren außergewöhnlichen Bauten einst als eine der schönsten Gegenden Wuppertals oder aus manch einer Sicht vielleicht sogar als die schönste Gegend in der Stadt, so lässt die heutige Zeit davon nichts mehr erkennen. Damals standen hier eine Reihe von Sehenswürdigkeiten in einem von Villen umringten prächtigen Park. Angefangen hat die Entwicklung dieses Exklusivviertels 1864 mit der Gründung des Barmer Verschönerungsvereins, der sich auf Verlangen der Bürger für die Schaffung einer am Rande der Innenstadt gelegenen, von industrieller Verschmutzung freien Grünanlage einsetzte. Trotz der unmittelbaren Nähe zum Stadtzentrum war die Gegend jenseits der Eisenbahnstrecke aufgrund ihrer steilen Hänge ein fast unbebautes Acker-, Wiese- und Gartenland. Von unten nach oben wurde dort im Laufe der Zeit Wege planiert, Bäume und Blumen gepflanzt, Teiche angelegt und Denkmäler errichtet, von denen das 1874 entstandene riesige Turmmonument zur Erinnerung an die 77 gefallenen Barmer Helden des Deutsch – Französischen Krieges das bedeutenste war. Als Voraussetzung für die Besiedelung der immer beliebteren Gegend um den neuen Park wurde im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts die berühmte Barmer Bergbahn gebaut, die von der Talsohle zur 171 Meter höher gelegenen Bergstation am 1888 errichteten Toelleturm führte. Sie war die erste elektrische und doppelgleisige Zahnradbahn der Welt. Durch diese Verbindung des steilen Hanges mit dem Stadtzentrum war der weiteren Nutzung des Berges keine Grenze mehr gesetzt. Aber nicht nur Villen und kleinere Gaststätten entstanden, sondern auch für die Öffentlichkeit zugängliche Bauten von repräsentativem Karakter. 1892 errichtete Adolf Vorwerk ein Luftkurhaus im Renaissancestil, in den Jahren 1895 bis 1897 entstand die prachtvolle Barmer Stadthalle mit einem großen Konzertsaal für 1.800 Personen. 1897 wurde ein in Eisenfachwerk ausgeführter Aussichtsturm von 50 Metern Höhe errichtet, dessen Besucherkabine sich spiralförmig nach oben bewegte und deshalb Turmbahn genannt wurde. Er sollte die Barmer Anlagen zu einem Erlebnispark machen. Als letzter Bau der goldenen Jahre der Barmer Anlagen wurde 1926 gegenüber der Barmer Stadthalle das seinerzeit modernste und größte Planetarium der Welt eröffnet. Es war ein für 800 Zuschauer konzipierter Kuppelbau mit breiter Freitreppe und klassizistischem Portikus. Das Ende dieser wunderschönen und repräsentativen Gegend kam mit dem Bombenangriffen. Stadthalle, Turmdenkmal, Luftkurhaus und sämtliche Landhäuser wurden in Trümmer gelegt und nie wieder aufgebaut. Das Planetarium erhielt durch die Erschütterungen einen Riss in seiner Kuppel, geriet in Verwahrlosung und wurde 1955 abgetragen. Die Bergbahn fiel 1959 der Sparpolitik der Stadtwerke zum Opfer. Nur am Toelleturm ging der Krieg vorbei. Das Engagement der Bevölkerung zur Erhaltung dieses Wahrzeichens  konnte den Turm in den siebziger Jahren vor dem Abriss retten. Neben dem Toelleturm blieb den Bürgern noch die gesamte Parkanlage erhalten, die heute wie damals ein Synonym für schöne Spazierwege, gepflegte Rasenbeete und geschickt angeordnete Bäume und Sträucher ist.

 

Barmer Bergbahn

Wäre sie heute nur noch eine Museumsbahn, oder lockte sie als umweltfreundliche Attraktion die Besucher nach Barmen? Die Diskussion um die Stillegung der Barmer Bergbahn ist auch heute nicht verstummt. Vor mehr als 90 Jahren war am 16. April 1894 die erste Fahrt der neuen Bergbahn eine echte Sensation: War doch die Bergbahn die erste elektrische Zahnradbahn im Deutschen Reich und als zweigleisige Bahn sogar das erste Fahrzeug dieser Art in der Welt. Nach jahrelangen intensiven Bemühungen der „Interessengemeinschaft Barmer Bergbahn“ zu der Oberbürgermeister Wegner, Albert Molineus, Karl Ibach oder Adolf Vorwerk gehörten, begannen 1889 die Verhandlungen mit der Stadt. Um 6:27 Uhr morgens war dann der erste Zug festlich mit Laub bekränzt, als er vom Hauptbahnhof Barmen Cleferstraße abfuhr, eigenhändig geführt vom Direktor der Schmalspurbahnen, Regierungsbaumeister Küchler. Nach genau 14 Minuten hatte er scheinbar mühelos die Steigung von bis zu 16 Prozent bewältigt und erreichte die 330 Meter hoch gelegene Station Toelleturm, wo der Inhaber des Luftkurhauses die Bahn mit Böllerschüssen begrüßte. Die Zahnradbahn stellte zum Ende des 19. Jahrhunderts die wichtige Verbindung zum Talverkehr her: Während die „Päädsbahn“ die Talachse zwischen Barmen und Elberfeld befuhr, verkehrte seit 1891 eine Dampfeisenbahn auf der Strecke Ronsdorf – Müngsten. Nach 65 Jahren stetiger Fahrt vom Tal zum Toelleturm ging es mit der Bergbahn zu Ende. Hohe Investitionen und mangelndes Verkehrsaufkommen auf den Südhöhen waren die Argumente der Stadtwerke. 1985 lieferten sich die Stadtverordneten im Rat heiße Diskussionen, im Juli des darauffolgenden Jahres war die Stillegung trotz heftiger Proteste der Bevölkerung beschlossenen Sache. Zu ihrer letzten Fahrt ging wie schon zur „Premiere“ eine bunt geschmückte Bergbahn mit vielen Ehrengästen am 4. Juli 1959 auf die Strecke – was damals schon von vielen bedauert und heute noch nicht nur aus nostalgischen, sondern auch aus praktischen Gründen heraus bedauert wird.

 

Toelleturm

Auf den Barmer Südhöhen machte 1887 eine Baustelle die Bürger neugierig: Ein Turm wurde errichtet. Der Unterbarmer Fabrikant Ernst – Ludwig Toelle, der auf den Höhen gern spazieren ging und dem der Blick in die Weite gefiel, hatte den Turm geplant. Die Fernsicht war noch nicht verstellt, es gab dort noch nicht die hohen Bäume wie heute. Er vermachte dem schon 1864 gegründeten Barmer Verschönerungsverein testamentarisch eine Summe von 15.000 Goldmark mit der Auflage, dort wo er gerne spazieren ging, einen Aussichtsturm zu bauen Ernst – Ludwig Toelle starb 1886. 1887 wurde mit dem Bau des Turms begonnen. Erst 1888 konnte er eingeweiht werden: Seit dieser Zeit heißt er nach seinem Stifter: „Toelleturm“.

 

Wupperfeld

Wupperfeld liegt zwischen der Werther Brücke und dem Berliner Platz und ist wie alle ehemaligen Barmer Gemeinden nahtlos mit den einstigen Nachbarsiedlungen Gemarke, Rittershausen und Wichlinghausen verschmolzen. Das alte Zentrum des Ortes ist der heute noch existente Wupperfelder Markt, dessen Bleicherbrunnen an das alte Gewerbe des Garnbleichens erinnert, das für den wirtschaftlichen Aufstieg der Ortschaft verantwortlich war. Der Brunnen, in den vier Delfine Wasser speien, wird von einem alten Bleicher bekrönt, der eine sogenannte Güte in seiner Hand hält. Er wurde 1884 erschaffen und stand zunächst an der Berliner Strasse, von der er im Zuge der Strassenverbreiterung weggesetzt und im restaurierten Zustand an seinen jetzigen Standort postiert wurde.

 

Oberbarmen

Der östliche Teil Barmens setzt sich aus vielen ehemals auseinanderliegenden Siedlungskernen zusammen, die allerdings seit der Gründung der Stadt nahtlos miteinander verschmolzen sind. Die einstigen Barmer Gemeinden Wupperfeld, Rittershausen, Heckinghausen und Wichlinghausen sind heute unter dem Begriff Oberbarmen zusammengefaßt. Neben den meist heute noch vorhandenen ursprünglichen Kernpunkten dieser Siedlungen zeugt die Hauptverkehrsader Oberbarmens, die Berliner Strasse, von großstädtischen Ambiente. An ihr liegt auch der noch von einigen altbergischen Häusern umgebene Flecken Wupperfeld mit seinem Marktplatz.

 

Berliner Strasse

Die Berliner Strasse, die von der Werther Brücke parallel zur Wupper durch Oberbarmen führt, wurde Ende der fünfziger Jahre zu einer breitspurigen Verkehrsader ausgebaut. Heute präsentiert sie sich in neuem Glanz, denn sie wurde als erstes Teilstück zur Umgestaltung der Bundesstrasse 7 nach den Prinzipien moderner Strassengestaltung umgebaut. Auf dem Schotterstrang der ehemaligen Strassenbahntrasse sowie an den Häusern entlang sind Bäume gepflanzt worden, die verdreckten Unterführungen wurden zugeschüttet und durch gepflasterte Fußgängerüberwege ersetzt, neue Parkplätze sind ebenso geschaffen worden wie Fahrradwege. Die Bürgersteige präsentieren sich neu gepflastert und viele Kleinigkeiten verzieren Strassenschilder und Laternen haben diese Allee auch ohne sehenswerte Gebäude zur sympatischsten Großstrasse in Wuppertal gemacht.

 

Berliner Platz

Der Berliner Platz in Oberbarmen ist eine wichtige Verkehrsdrehscheibe. Hier befindet sich der Oberbarmer Bahnhof, eine Busstation und der östliche Endbahnhof der Schwebebahn. Der Bahnhof Wuppertal – Oberbarmen ist der größte Bahnhof der Stadt, besitzt allerdings kein historisches Empfangsgebäude und keine Zusteigemöglichkeiten zu Intercity- und anderen überregionalen Schnellzügen mehr. Der Schwebebahnhof stammt aus dem Jahre 1903 und besteht aus einem Ein- und einem Ausstiegbahnsteig, sowie aus der großen Wagenhalle, in der sich Abstellgleise und die Rückkehrschleife befinden. Während die Bahnsteiganlage mit ihren modernen Glastreppenaufgängen äußerst bescheiden wirkt, zählt die für Fahrgäste unzugängliche Wagenhalle in ihrer rekonstruierten Form zu den schönsten Bauwerken der Schwebebahn.

 

Die Kirchen Oberbarmens

In Oberbarmen fallen die Türme zweier Kirchen im Stadtbild maßgeblich auf. Die Rede ist zun einen von der Wupperfelder Kirche an der Bredde und zum anderen von der Kirche St. Baptist in der Normannenstrasse. Die lutherische Kirche Wupperfeld wurde 1779 bis 1785 erbaut. Ein Jahr vor dem ersten Spatenstich für dieses neue Gotteshaus konnte sich die Wupperfelder Gemeinde von der Wichlinghauser Pfarrei lossagen und erhielt endlich die Genehmigung zum Bau einer eigenen Kirche. Schon bald nach ihrer Fertigstellung siedelten sich rund um diesen Ort Wohnhäuser an und auf den bisher unbebauten Bleicherwiesen entstanden Fabriken. Mit der Planierung des Marktplatzes hatte Barmen einen weiteren städtischen Mittelpunkt. Die katholische Kirche St. Johann Baptist war dagegen für die Stadtentwicklung ohne Bedeutung. Die dreischiffige Hallenkirche wurde erst 1888 bis 1890 erbaut.

 

Heckinghausen

Heckinghausen ist heute einer der zehn Stadtbezirke Wuppertals, hat allerdings weder eine geografische noch eine historische Grenze mit Mittel- und Oberbarmen. Das ehemals kleine und unbedetende Hofland wuchs in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit der Stadt zusammen und ging später in ihr auf. Wollte man heute einen zentralen Punkt Heckinghausens ausmachen, so kann man nur die große Heckinghauser Strasse nennen, die wenige hundert Meter vom Oberbarmer Bahnhof entfernt aus dem Barmer Zentrum hinaus Richtung Langerfeld führt. Die wenigen sehenswerten Punkte sind der markante Gaskessel, das 1908 im Jugendstil erbaute Stadtbad „Auf der Bleiche“, welches zu einem Altersheim umgebaut wurde, und die Alte Heckinghauser Zollbrücke. Diese steinerne Brücke mit den drei Bogen ist die älteste erhaltene Wupperbrücke im Stadtgebiet. Sie wurde 1775 erbaut und war im 18. Jahrhundert ein Grenzpass zwischen dem Herzogtum Berg und der westfälichen Grafschaft Mark. Historisch gesehen liegt also auf der linken Wupperseite das Rheinland und auf der rechten Seite Westfalen. Zum Mittelpunkt der Stadt wird Heckinghausen jedes Jahr, wenn hier im Juni das große „Bleicherfest“ stattfindet.

 

Lutherkirche

Die rustikal wirkende Lutherkirche liegt an der steilen Oberen Sehlhofer Strasse. Sie wurde in den Jahren 1909 bis 1911 im neuromanischen Stil errichtet. Das besondere an dieser Kirche ist, so grotesk es auch klingen mag, dass sie als einziges Barmer Gotteshaus im letzten Krieg unzerstört geblieben ist und sich heute genauso präsentiert wie sie aufgebaut wurde.

 

Hofeshaus Lütterkus – Heidt

In der Emilstrasse steht das um 1600 erbaute Hofeshaus Lütterkus – Heidt. Dieses Wohnhaus mit dem kleinen Gefache und den zierlichen Fenstern wurde im Laufe der Jahrhunderte etliche Male umgestaltet und stand Mitte der 70er Jahre sogar beinahe vor dem Abriss. Auf Privatinitiative wurde es dann jedoch renoviert und in den ursprünglichen Zustand versetzt.

 

Heckinghauser Gaskessel

Aus dem Stadtbild von Heckinghausen ist er nicht mehr wegzudenken, der gerippte Stahlriese an der Mohrenstraße. Seit 1951 - damals wurde Richtfest gefeiert – gehört der 66 Meter hohe Scheibengasbehälter zum Barmer Osten wie der Eiffelturm zu Paris. Nur einmal mußte der riesige Gasbehälter generalüberholt werden. Im November 1984, wurden die ersten Undichtigkeiten und Verschleißerscheinungen repariert. Schon 1946, legten die damaligen Gaswerke Pläne für den Bau des neuen Gaskessels vor. Er sollte an der Stelle errichtet werden, wo vor dem Krieg schon ein Gasbehälter gestanden hatte. Im Juli 1949, drei Jahre nach der ersten Planung, beantragten die Werke die Baugenehmigung beim Wirtschaftsministerium in Düsseldorf, im September kam das „Ja“ aus der Landeshauptstadt, aber erst im Juni 1950 konnte der Auftrag an die MAN für den Bau des Scheibengasbehälters erteilt werden, weil die Finanzierung erhebliche Probleme bereitete. Im November begann der Stahlriese zu wachsen. Warum der Turm genau 20 Ecken hat, weiß heute niemand mehr. Die Stahlplatten des Aufbaues sind fünf Millimeter dick, und weil sich im Innern des Turmes eine 530 Tonnen schwere Scheibe je nach Füllmenge bewegen muß, sind die Stützen für die Außenhaut draußen angebracht. Fast schon ein Wunderwerk der Technik ist die Scheibe. In fast 40 Jahren gab es mit ihr kaum Probleme: Sie hat sich nicht verbogen, es gab kein Verklemmen und kein Schrägstehen. „Ruhig und fast ohne Reibungswiderstände bewegt sie sich“, hieß es im Prüfbericht der Stadtwerke. Damit sich kein Gas zwischen Scheibenrand und Innenhaut des Kessels durchpressen kann, dichten Leinwandstreifen den Spalt ab. Und weil Öl einen dichten Abschluß garantiert, läuft rings um die Scheibe ein Gang, der bis 1984 mit Teeröl gefüllt war. Bei der Generalüberholung wurde dieses Teeröl gegen Mineralöl ausgetauscht. Überholungsbedürftig war der Scheibengasbehälter nicht zuletzt deshalb, weil zwar die waagerecht verlaufenden Konstruktionsteile geschweißt, die Überlappungen der 20 Segmente aber nur genietet wurden. Als Dichtmittel legten die Monteure Jutestreifen ein. Diese Naturfasern waren im Laufe der Zeit brüchig geworden, das Teeröl trat in winzigen Mengen aus. Jetzt sitzen gasdichte verschweißte Blechhäuschen auf den Nietenreihen, der Kessel ist absolut dicht.

 

Straßenbahndepot

Am Ende der Heckinghauser Strasse führen immer noch die Gleise der 1987 stillgelegten Wuppertaler Straßenbahn zu ihrem letzten Depot, das heute als gewerbliche Lagerhalle genutzt wird. Das populäre Verkehrsmittel, dessen Streckennetz einst eine Ausdehnung von 267 km verzeichnen konnte, wurde in der Nachkriegszeit in mehreren Etappen aus dem Strassenbild verbannt. Grund war in erster Linie die Unverträglichkeit der Bahn mit dem zunehmenden Autoverkehr auf Wuppertals engen Strassen. Als es in den sechziger Jahren im Tal immer voller wurde, erwies sich der Omnibus als anpassungsfähiger. Nach Beseitigung der als Schmalspurbahn betriebenen Bergischen Kleinbahn wurden nach und nach auch immer mehr Linien der Normalspur eingestellt. Ende der achtziger Jahre existierte dann von der ehemaligen Talbahn nur noch die Linie 1, die als einzige zwar weitgehend auf eigenem Gleiskörper fuhr, deren Streckenführung aber größtenteils mit Schwebebahntrasse übereinstimmte. Letztendlich waren die Stadtwerke nicht mehr bereit die hohen Betriebs- und Instandhaltungskosten für eine verkehrspolitisch überflüssige Straßenbahnlinie aufrechtzuerhalten und so landete auch sie im hohen Alter von 113 Jahren auf dem Abstellgleis.

 

Wichlinghausen

Bis zum 19. Jahrhundert war der mittelalterliche Kirchenort Wichlinghausen noch ein unabhängiges Dorf, welches erst später in die einheitliche Stadt einbezogen wurde. Wie in den anderen Teilen Wuppertals sorgte auch hier die von der Bleicherei gefolgte Textilindustrie für einen deutlichen Aufschwung des Ortes. Vor allem mit dem Bau der Rheinischen Eisenbahn und dem Anschluss Wichlinghausens an diese Strecke im Jahre 1879 begann hier eine neue Epoche. Obwohl Wichlinghausen heute mit den Häusern Mittel- und Oberbarmens vollkommen zusammengewachsen ist, kennzeichnet der traditionelle Marktplatz immer noch das Zentrum dieser Gemeinde, die sich etliche historische Fachwerk- und Schieferbauten erhalten konnte

 

Gottesbrünnlein

Der einzig erhalten gebliebene Brunnen Wichlinghausens ist die 1781 erschaffene Schöpfstelle in der Strasse Tütersburg, die nicht unweit vom Markt liegt. Die in Sandstein gefasste Brunnenanlage ist unterhalb eines Fachwerkhauses in eine Mauer eingelassen. Ursprünglich konnte man die Pumpe mit einer zweiflügeligen Holztüre verschließen. Der Name des Brunnens leitet sich von der Inschrift ab, die auf dem im Stil des Barock gemeißelten Kopfstück zu lesen ist: „Gottes Brunlein hat Wasser die Fulle“.

 

Lutherische Kirche

Das Wichlinghauser Ortsbild prägte lange Zeit ein Fachwerkhaus, das einen Glockenstuhl angesetzten Turm aufwies. Es war die alte lutherische Kirche von 1743, die 1927 einem mysteriösen Brand zum Opfer fiel. Gebaut wurde sie anlässlich der Gründung der Evangelisch-lutherischen Gemeinde Wichlinghausen, dessen Mitglieder zuvor unter Hoheit der Schwelmer Kirche standen. Die auf der gegenüberliegenden Seite stehende neue lutherische Kirche wurde in den Jahren 1864 bis 1867 errichtet.

 

Haus Abendfrieden

Dieses Gebäude im Stil bergischen Barocks zählt sicherlich zu den prächtigsten Barmer Villen. Sie liegt in der Strasse Am Diek nicht unweit vom Wichlinghauser Zentrum entfernt. Kurz vor der Jahrhundertwende wurden zwei unabhängig voneinander stehende Fachwerkhäuser durch den Bau eines mittleren Treppenhauses und eines großzügigen Eingangsportals zu dieser Villa umgebaut, die seit über fünfzig Jahren ein Altenheim beherbergt.

 

Kirchen am Klingelholl

Im Norden des Barmer Sedansberges erheben sich zwei interessante Kirchen, die das Stadtbild nachhaltig prägen. In der eher ruhigen Wohngegend am Klingelholl findet man zum einen am Sankt Martins Weg errichtete katholische Kirche St. Marien, die 1931 eingeweiht wurde und durch ihre zierliche Bauweise und ihre saubere Erscheinung auffällt, und zum anderen an der Melanchthonstrasse sich aufragende evangelische Erlöserkirche. Dieses Gotteshaus aus dem Jahre 1914 ist mit seinem seltsam anmutenden querrechteckigen Turm sicherlich ein Unikum unter den Kirchenbauten. Während der Turm allerdings von außergewöhnlich repräsentativem Karakter ist, wirkt die schlichte und eintönig betongraue Verputzung der Außenwände alles andere als einladend.

 

Hofeshaus Klingelholl

Dieses gut erhaltene Hofeshaus in der Nähe der Erlöserkirche ist sicherlich eines der ältesten Fachwerkbauten in Wuppertal. Es stammt aus dem späten Mittelalter und galt damals als Zentrum einer bäuerlichen Ansiedlung. Das Wohnhaus liegt ziemlich versteckt am Ende der Melanchthonstrasse und weist ein weit ausladendes Satteldach auf, welches sich fast bis zum Boden erstreckt. Von der anderen, nicht zugewachsenen Gartenseite, kann man aber das typische Fachwerk sehen.

 

Nordpark

Über dem Sedansberg westlich von  Wichlinghausen erhebt sich der Barmer Nordpark. Blickfang des blumen- und baumreichen Parks, der auch ein Wildgehege aufweist, ist der leider unzugängliche Turm des Restaurants Turmterrasse Pohlmann.

 

Langerfeld

Der östliche Stadtteil Langerfeld, dessen geschichtsträchtiger Ortskern sich bis heute erhalten hat, gehört ebenso wie die im Norden Oberbarmens gelegene Landschaft Nächstebreck historisch gesehen gar nicht zu Wuppertal. Das jenseits der Heckinghauser Zollbrücke gelegene Gebiet war nie bergisch und wurde erst 1922 von Barmen einverleibt. Als Bauernschaft gehörte Langerfeld bis zur französischen Besatzung zum Gogericht (Gau) Schwelm, kam nach der Neugliederung zum Landkreis Hagen und 1887 wieder zum nur wenige Kilometer entfernten Schwelm, das heute nahtlos mit Langerfeld verwachsen ist. Gemeinsamkeiten mit Wuppertal gab es aber trotzdem durch die Garnbleicherei, die an der Langerfelder Öhde besonders stark ausgeprägt war. Zwar war durch das Garnnahrungsprivileg allen Nichtwuppertalern das Gewerbe des Bleichens verboten, doch setzten sich die Langerfelder einfach darüber hinweg und nicht selten kam es deswegen zu heftigen Turbulenzen mit der Grafschaft Berg.

 

Alte Kirche

Schlicht und einfach präsentiert sich die aus dem 18. Jahrhubdert stammende Alte Kirche am Langerfelder Markt. Bemerkenswert ist allerdings ihre außergewöhnlich lange Bauzeit, die sich über eine ganze Generation erstreckt hat. Bis zur Gründung der Gemeinde im Jahre 1766 gehörten die Langerfelder zum Kirchenspiel Schwelm. Den Bau eines eigenen Gotteshauses mussten sich die Bürger nach Erhalt ihrer Unabhängigkeit selbst finanzieren, doch reichten ihre 1300 Taler lediglich für die Errichtung der Außenmauern. Im Jahre 1770 wurde das teure Unterfangen eingestellt und die Wände der dachlosen Kirche bis 1773 unberührt in der Ortschaft stehengelassen. Nachdem man wieder Geld auftreiben konnte, wurde das Gebäude soweit fertiggestellt, wie zur Durchführung eines Gottesdienstes notwendig  war. 1786 fand die Einweihung statt. Es dauerte allerdings noch 37 Jahre, bis die Kirche mit Turm, Glocken, einer Orgel und Sitzbänke völlig fertig war.

 

Sankt Rafael

Bevor sich in Langerfeld eine eigene katholische Pfarrgemeinde konstituieren konnte, hatten die Bürger jener Konfession ähnliche Probleme wie anderthalb Jahrhunderte vorher die evangelisch-lutherische Gemeinde. Auch sie mußten weit reisen, um einen Gottesdienst besuchen zu können. Die ziemlich versteckte St. Rafaels Kirche an der Inselstraße wurde dann erst 1911 geweiht und wies aus finanziellen Gründen damals noch keinen Turm auf. Dieser kam mit sechs Glocken erst 1959 dazu.

 

Beyenburg

Der kleinste Wuppertaler Stadtteil mit seiner winzigen Siedlungsfläche gilt weithin als Schmuckstück der Stadt. Er liegt weit abseits jeglichen Großstadttreibens zwischen tiefen Wäldern versteckt. Der historische Kernbereich Unterbeyenburg wird fast vollständig von der Wupper umflossen, die vor der Ortschaft auf einer Länge von anderthalb Kilometern gestaut ist. Aber nicht nur seine reizende Lage am Stausee, auf dem neben den üblichen Bootsfahrten häufig Kanu- und Ruderregatten stattfinden, macht den Stadtteil so interessant und anziehend, sondern auch die vielen kleinen Fachwerkhäuser, die sich ihre Gestalt über Jahrhunderte hinweg bewahrt haben. Wegen ihrer Abgeschiedenheit hat die Siedlung mit ihren malerischen Winkeln und Gassen ihren ruhigen Wohnkarakter erhalten können, der kaum von Tagesausflüglern gestört wird. Beyenburg weist trotz seiner geringen Bedeutung eine interessante Geschichte auf, die weit ins Mittelalter zurückreicht. Am Ende des 13. Jahrhunderts stiftete der bergische Landesherr Graf Adolf V. dem Orden der niederländischen Kreuzbrüder ein Steinhaus an der Wupper. Die Mönche gründeten dort ihre erste deutsche Klostergemeinschaft. 1336 baute man zur Sicherung des Berges eine Burg am Rande der engen Wupperschleife. Diese Beyenburg war Sitz des Landesherrenvertreters, des Amtmannes und des Gerichts. Sie wurde während der Wirren des Dreißigjährigen Krieges im 17. Jahrhundert zerstört und nie wieder aufgebaut. Das Kloster blieb noch über 150 Jahre bestehen, bis es dann mit dem Reichsdeputationshauptschluss im Jahre 1804 aufgehoben wurde. Einige versteckte Mauerreste und Pflastersteine erinnern heute noch an die ehemalige Burg, und die 1497 fertiggestellte Klosterkirche, die das Wahrzeichen des Stadtteils ist, an den einstigen Orden der Kreuzbrüder. Interessant ist, dass Barmen, bevor es selbständig wurde, von 1380 bis 1808 zum Amtsbezirk Beyenburg gehörte.

 

Beyenburger Kirchen

Im Zentrum Alt – Beyenburg befindet sich die markante Pfarrkirche St. Maria Magdalena. Die ehemalige Klosterkirche der niederländischen Kreuzbrüder wurde 1497 vollendet und zählt zu den bedeutensten sakralen Bauten im Bergischen Land. Das einschiffige und turmlose Gotteshaus aus Sandstein wurde im spätgotischen Stil mit Kreuzrippengewölbe und einem Satteldach errichtet, in dessen Mitte ein außergewöhnlich schlanker Dachreiter emporragt. Fast unbedeutend wirkt dagegen die außerhalb der Wupperschleife gelegene evangelische Kirche am Beyenburger Kriegermal. Sie wurde erst in den Jahren 1855 bis 1856 erbaut. Ein Jahr zuvor hatten sich die evangelischen Beyenburger von der Remling-rader Gemeinde losgelöst und ihre Selbständigkeit erlangt.

 

Beyenburger Bahnhof

Das schöne schieferbedeckte und im schweizerischen Baustil gehaltene Bahnhofsgebäude mit seinen reichhaltigen Holzverzierungen wurde 1887 an der Eisenbahnstrecke zwischen Oberbarmen und Dahlerau errichtet. Der Personenverkehr auf der streckenweise malerischen Bahnlinie entlang der Wupper wurde wie die meisten Nebenbahnlinien in der Nachkriegzeit eingestellt und durch eine Autobusverbindung ersetzt. Für den Güterverkehr ist ein Teilstück der Trasse noch relevant und der Rest wird auf Privatinitiative für Museumszüge wiederhergerichtet.

 

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